Pinocchio Bukarest

 

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Informationen zu den Projekten
von Wilma Scholl

 

Heimkinder auf den neuen Betten
Im Januar 1991 gründeten zehn Freunde in Hamburg die "Kinderluftbrücke e.V.", deren Vorsitzende die Schauspielerin Frau Witta Pohl ist. Die Organisation machte es sich zur Aufgabe, ehrenamtlich in Osteuropa Kindern in Not zu helfen. Inzwischen werden 17 Projekte in diesen Ländern betreut. Zwei dieser Einrichtungen sind mir ans Herz gewachsen und werden inzwischen besonders aus Spendengeldern, die aus dem Raum Frankfurt, Wiesbaden, dem Rheingau bis Koblenz kommen, unterstützt.


Auf Einladung der "KLB" konnte ich im
Juli 2000 zum ersten Mal mit nach Bukarest fliegen. Während dieser Reise machte man uns auf das Straßenkinderheim "Pinocchio" aufmerksam, das, so die Aussage: „von aller Welt vergessen und verlassen ist."
 

In seiner Armut war dieses Heim sehr sauber und ordentlich geführt. Als wir jedoch die Duschbäder und Toiletten sahen, waren wir alle tief erschüttert. Es überkam uns das große Grausen! Hier war schnelle und umfangreiche Hilfe geboten!!! Impulsiv versprach ich damals: Wir werden helfen. Dazu brauchte ich Geld -  viel Geld!!! Auf dem Heimflug kam mir die Idee zu unserem ersten Familienbenefizkonzert. Unsere Kinder, Elisabeth, Andreas (beide Sänger von Beruf und mittlerweile recht bekannt) und Johannes zusammen mit dem Vater Christian musizierten mit Studienkollegen aus Basel, und Witta Pohl las Weihnachtsgeschichten. Nicht nur musikalisch, auch finanziell war das ein großer Erfolg. Mit den Einnahmen konnten die Duschbäder und Toiletten im "Pinocchio" saniert werden. Es wurden 81 Kleiderschränke von einem einheimischen Schreiner gebaut (bisher lebte man aus dem Pappkarton), und 40 Doppelstockbetten gekauft. Außer Lebensmittel-Großeinkäufen wurden Kühlschränke, Tiefkühltruhen, Staubsauger, Bügeleisen, Küchenmaschinen usw. angeschafft.
Stolze Präsentation des eigenen Schrankes
 

Witta Pohl und Heimkinder beim Ausladen der Lebensmittel
Inzwischen haben wir einen Finanzierungsplan für die Berufsausbildung der Heimkinder ausgearbeitet. Man zahlt nämlich in Rumänien noch Lehrgeld, 80 Euro pro Lehrling und Ausbildung. Mittlerweile haben 106 Jugendliche einen Beruf erlernt und was das Wichtigste ist: Alle haben einen Arbeitsplatz und damit eine echte Chance fürs Leben, denn Facharbeiter sind gesucht.
 

Bei meiner dritten Reise lernte ich eine neue Einrichtung kennen. Es gibt inzwischen sieben gesunde Familien mit gesunden Kindern, die HIV-positive Kinder aufgenommen haben und betreuen. Diesen Kindern kann nichts Besseres passieren, als eine solche Familie zu finden! Für dieses Projekt wird jeden Herbst Öl für die Heizung getankt. Außerdem gibt es einen Großeinkauf an Lebensmitteln, Obst und Gemüse für den Winter, Möbel, Kleidung, Schuhe, Einmal-Handschuhe, Pflaster usw.In der Regel  werden alle Projekte zweimal jährlich von der "KLB" besucht, um vor Ort Entscheidungen sofort treffen zu können, natürlich auch um den Einsatz der finanziellen Mittel zu kontrollieren. Alle Reisenden zahlen selbstverständlich ihre Auslagen selbst. Beim ersten Benefizkonzert wurde ein Konto bei der VoBa Eltville zu Abwicklung eingerichtet. Alle Eintrittsgelder, die jetzt im Rahmen des Benefizkonzertes dort eingezahlt werden, kommen 100% den beschriebenen Projekten zu.


Duschen vor der Sanierung

Duschen danach
Bei aller bisher geleisteten Hilfe bleibt jedoch noch viel zu tun. Daher hoffen wir und die Kinder in Bukarest auf einen großen Erfolg des Benefiz-Konzertes am 20. November 2004 und laden Sie herzlich ein zu diesem musikalischen Hochgenuß!


Benefizkonzert siehe Seite "Aktuelles"



Wilma Scholl

www.kinderluftbruecke.de

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Stand: 10.08.07